Heiner Take

Presse

LE HAVRE

Braunschweig-Spiegel (23.01.2018)

"... Zwischen Bar und Lebensmittelhändler, Krankenhaus und Bäckerei lässt der Meister der leisen Zwischentöne sein liebevolles Porträt der kleinen Leute erblühen, das nun von Christoph Diem und Holger Schröder für die Bühne adaptiert und im Staatstheater Braunschweig (Kleines Haus) uraufgeführt wurde. Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Schuhputzers Marcel Marx (Konstantin Bühler), der den bei einer Polizeirazzia geflüchteten Flüchtlingsjungen Idrissa (Noah Groß) aus Gabun versteckt. Eigentlich wollte das Containerkind aus Libreville nach London, wo seine Mutter lebt. Schon bald sucht die Polizei in Form von Kommissar Monet (enorm wandlungsfähig: Heiner Take) nach Idrissa. Hier könnte die Geschichte ein Kriminalplott, ein abgehobenes Kammerstück oder (schlimmstenfalls) eine holzhammerige Sozialtragödie werden. Doch all dem ist nicht so. ..." Klaus Knodt

And the stars look very different tonight (Hommmage an David Bowie)

SR Kultur (01.02.2017)

"Man kennt ihn als eindringlichen Schauspieler vom so genannten ernsthaften Fach: aus Shakespeares Otello zum Beispiel. Heiner Take drückt aber auch gerne mal gesanglich auf die Tube - und bei seinen Auftritten im Rahmen der 'Direktmusik' kam häufig einer seiner prägenden Charakterzüge zum Vorschein: Heiner Take ist im besten Sinne eine Rampensau. Und wenn er nun in die Rolle von Davide Bowie, dem göttlichen Chamäleon des Pop, schlüpft, so ist dies ein Ausloten psychedelischer Räume in Form einer musikalischen Liebeserklärung mit Maske und Kostüm."

Das kalte Herz

SRonline.de (19.05.2013)

"(...) Das ist flott und unterhaltsam geschrieben, würde aber keinen langen Theaterabend tragen, wenn nicht der Schweizer Regisseur Erich Siedler und sein Team alle Register gezogen hätten, um daraus ein phantasievolles Pop-Märchen zu machen.(...)Alle bewährten Ingredienzen des Weihnachtsmärchens hat Siedler für sein Familien-Sommermärchen verwandt und erfreut das Publikum mit parodistischen Anleihen an virtuelle Mythenfiguren des Medienzeitalters. Der Holländer-Michel ist z. B. ein schwarzer Prinz wie Darth Vader oder Lord Voldemort. Heiner Take im schwarzen Frack, mit nackter Brust und langen, schwarzen, fettigen Haaren spielt ihn mit äußerster Coolness."

Der Star der zweiten Reihe

Saarbrücker Zeitung (13.03.2013)

(...) Oder andere Zuschauer, die Heiner Take mittlerweile ansprechen, um Dank und Lob loszuwerden. Zu Recht. Der Schauspieler, der 2010 ans Staatstheater wechselte, hat sich einen der vordersten, wenn nicht den ersten Ensemble-Platz erspielt - in der zweiten Reihe. Bisher konnte man Take nämlich noch gar nicht in Platzhirsch-Rollen sehen. (...) Stattdessen war er Ophelias Vater Polonius im "Hamlet" oder der Schulinspektor im "Revisor" - eher Premium-Nebenrollen. Wie Take letztere angeht, war bislang immer überzeugend, meist sogar höchst formidabel. So ließ er uns staunen über die mit Blasiertheit zugekleisterte Verletzlichkeit des Diplomaten Louis Pineda in den "Komödianten", amüsierte und bestürzte uns mit einem bis zur rasenden Verzweiflung getriebenen Gelangweiltsein von Michel im "Gott des Gemetzels". Am stärksten beeindruckte Take womöglich als leisetreterischer Hausfreund in "Villa Dolorosa", dessen Lebensklugheit er mit Lakonie würzte und mit Einsamkeit wattierte. (...) Als Darsteller ein "dienender" Künstler, der hinter seinen Figuren abzutauchen scheint.

Draußen vor der Tür

FAZ (19.01.2011)

"Klug inszeniert, grandios gespielt: Borcherts Heimkehrerdrama "Draußen vor der Tür" am Staatstheater Saarbrücken (...) Heiner Takes Oberst ist keine klirrende Militärcharge, sondern Bürger in Uniform, ein alerter Kriegsmanager, der seinen Weg im neuen Heer machen wird."

Draußen vor der Tür

SZ (18.01.2011)

"Zwei Stunden ohne Schwachstellen: Unter Christoph Diems Regie gelang am Samstag, nicht zuletzt dank eines exzellenten Ensembles, eine bemerkenswert dichte Version von Borcherts ergrautem Klassiker."